Neues von Jule
(10. November 2001)
Jule starb am 9.11.2001, weil ihr Bewegungsdrang und ihr ungestümes Wesen ihr zum Verhängnis wurden: sie sprang mit Karacho aus dem Auto und lief davon, auf eine große Straße..
Wir werden diesen Sonnenschein vermissen.
(16. August 2001)
Jule springt weiterhin umher wie ein Kaninchen und tobt ohne Gnade, springt umher... dass der Hund Hüftprobleme hat, nimmt uns keiner mehr ab... ;o)
Ein weiteres Gespräch mit einer Tierärztin hat folgendes Ergebnis gebracht:
Jule sollte weiterhin und ohne Unterbrechung die "Gelenkschmiere" bekommen, damit in dem Gelenk keine Reibung entsteht, welche wiederrum eine Entzündung und somit reichlich Schmerzen mit sich bringen würde. Eine Operation sollte nicht erfolgen, solange es ihr so gut geht, denn dadurch bekäme sie Schmerzen und würde Muskeln abbauen, die OP sollte als "Notlösung" im Hintergrund bleiben und dann ins Gespräch kommen, wenn es Jule deutlich schlechter geht.
Bis dahin soll sie weiter so viel Spaß haben wie bisher und sich soweit und
soviel bewegen, wie sie es möchte.
(29. Juni 2001)
Jules Zustand ist weiterhin so grandios, dass man kaum glauben kann, wie katastrophal es um ihre Hüften bestellt ist. Die Röntgenbilder brachten zutage, was auch vorher schon bekannt war: sie hat kaum Gelenkpfannen und es ist geradezu ein Wunder, dass dieser Hund so laufen und springen kann!
Durch einige Zwischenfälle in der letzten Zeit hat sich herausgestellt, dass Jule ein besonderes Problem mit bärtigen Männern und vor allem mit fahrrad- oder motorradfahrenden Männern hat. Sie lässt sich praktisch gar nicht mehr beruhigen und ist völlig aus dem Häuschen. Wir nehmen stark an, dass sie in ihrer kurzen Vergangenheit vor dem Tierheim da schlechte Erfahrung gemacht hat.
(20. April 2001)
Jule hat weiterhin Spaß, das Leben zu erforschen und mit den anderen zu toben und zu spielen. Sie hat gut Muskulatur aufgebaut und die HD-Erkrankung merkt man ihr kaum an. Eine Ärztin aus einer Tierklinik hat uns beraten und ist dafür, bei Jule eine Femurkopfresektion vorzunehmen, d. h., dass der Oberschenkelkopf entfernt wird, der in der Gelenkpfanne reibt und dadurch die Schmerzen verursacht. Die Muskulatur ist dann bei Hunden bis 20/25 Kg in der Lage, den fehlenden Oberschenkelkopf auszugleichen und der Hund hat keine Schmerzen mehr.
Nächste Woche lassen wir Jule röntgen, um einen Zwischenzustand der Hüften zu haben. Wir werden dann mit diesen Röntgenbildern in Kliniken fragen, was deren Meinung nach die beste Therapie für Jule ist.
(vom 10. März 2001)
Großer Schock: alles deutete darauf hin, dass Jule trächtig wäre und kurz
vor der Geburt stand. Und das, wo sie doch so schlechte Hüften hat! Mein Chef
ertastete im Bauch etwas "das da eigentlich nicht hingehört, sind aber
höchstens zwei Welpen". Wir bauten also spontan ein Zimmer als Wurfkiste
um, Jule bekam doppelte Portion und musste kürzer Treten, da sie deutlich
schneller schlapp machte.
Als der Termin verstrich (sie saß im Tierheim mit einem Rüden im Zwinger, danach hatte sie nur noch Diégo zur Auswahl, und der ist kastriert), begannen wir, uns noch mehr Sorgen zu machen: nicht, dass der Welpe aufgrund der ganzen Medikamente, die Jule im Laufe der Zeit bekommen hatte, tot wäre und somit auch Jules leben auf dem Spiel stünde!
Also sind wir in die Nachbarpraxis gefahren, um dort per Ultraschall der Wahrheit näher zu kommen. Befund: vergrößerte Milz (vermutlich durch die Schmerzmittel), vergrößerte Gebärmutter, ganz viel Kot im Darm (durch die Pferdeäppel ;o) ), aber keine Welpen. Auch ein Röntgenbild bestätigte dieses. Eine Leukozytenzählung ergab erhöhte Werte, so dass es immer wahrscheinlicher wurde, dass Jule auf eine Gebärmutterentzündung zu steuerte!
Bei der Pyometra (Entfernung der vereiterten Gebärmutter) am 26. Februar wurde deutlich, warum Jule so täuschend "echt" Scheinschwanger war: an beiden Eierstöcken waren Zysten!
Also wurde kurzer Hand alles entfernt, Jule wieder zugenäht und kurze Zeit später war sie schon wieder wach und wollte spielen. Aufgrund der Bauchnaht hatte sie aber Leinenzwang und musste immer ein T-Shirt tragen, damit sie sich nicht die Fäden selber zog, bzw., wenn sie alleine war, musste sie einen "doofen" Halskragen tragen! Diese Zwangspause fand Jule ganz schrecklich, sie war sehr quengelig und ihre Aggressionen gegenüber den anderen Tieren nahmen wieder zu. Nachdem sie jetzt aber wieder über die Pferdeweide toben darf, ist sie zum Glück ganz die Alte und gibt sich die allergrößte Mühe, ein netter Hund zu sein.